Zwei freie Tage noch und sonniges Wetter bei frischem Wind aus Südwest! Was ist zu tun? Ich brannte darauf Argo mit blankem Rumpf zu segeln.

Rechtzeitig zum Mittagsniedrigwasser passierte ich die neue Nesserlander Seeschleuse und setzte die Segel sofort nach Verassen des Aussenhafens südlich dem Emder Fahrwasser. Argo segelte hoch am Wind mit wenigen Kreuzschlägen die Ems aufwärts in Richtung Leer.

Schon viele Jahre war ich nicht mehr über Ditzum hinaus in den gelb lehmigen Gezeitenfluß gesegelt. Die Strömung nahm schnell zu, sodass ich schon bald mit 9kn über Grund den Schleifen der Ems folgte. Die Ufer, hoch und schlammig, mit Schilf bewachsen, das Grüne Land mit Zeugen einstiger Betriebsamkeit und frischen kleinen Dörfern mit Sielhäfen davor, mahmen mich schon bald gefangen.

Der Brückenpegel der Jann- Berghaus- Klappbrücke zeigte nur noch 8,5m, zu wenig für unsere 8,7m Durchfahrtshöhe. Segel bergen und auf die Öffnung warten, nach dem UKW Anruf. Alles ging ohne lange Wartezeiten. Einschleusen, Drehbrücke passieren und beim Hafenmeister melden. So früh in der Saison war der Service aufmerksam und persönlich, ja freundschaftlich beinahe. Wir verabredeten die Brückenöffnung für den morgigen Sonntag um 06:45 Uhr und ich konnte den warmen sonnigen Abend im gemütlichen Umfeld des City-Hafen mit seinen historischen Gebäuden und Museums-schiffen genießen.

Der nächste Morgen war klar, der Wind war abgeflaut, doch nach Brücke und Schleuse konnte ich schon auf der Leda die Segel setzen und mit halbem bis achterlichem wind die 18 nm bis Emden loggen.

ich denke es werden nicht wieder beinahe zehn Jahre vergehen bis ich diesen beschaulichen Schlag wiederhole!

Ein Schag die Ems hinauf..
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