Am Mittag, eine Stunde vor HW Knock laufen wir aus, zwanzig NM haben wir vor uns bis Borkum. Der Wind ist mäßig aus ONO wir verlassen mit Großsegel und Genoa II den Hafenkanal von Termunten Ter. Mit 3kn über Grund läuft Argo im noch leicht entgegen setzenden Strom Kurs NNW. Das Boot steuert sich selbst und ich kann mich entspanntem Treiben der Gedanken hingeben, regelmäßig unterbrochen um gehörig Ausguck zu gehen. Viel Verkehr ist im Dukegat! Der Wind dreht langsam auf NNO, doch auch unser Kurs richtet sich im Randgeleiteten schon weiter nach West. So werden wir im mitlaufendem Strom auf am Wind Kurs mit bis zu 8kn der Fischerbalje entgegen segeln ohne auch nur eine Wende zu fahren.

16:30 erreichen wir die Fischerbalken mit ihrem noch starken Ebbstrom. Ich will hinein segeln, hoch am Wind auf Steuerbordburg, aber wird es reichen, die Höhe und der Speed? Noch vor der Wende starte ich den Motor und lasse ihn mitlaufen, mit einem sicheren Gefühl. Die eine Meile zum Burkanahafen braucht eine halbe Stunde in Rauschender Fahrt durchs Wasser bei 5 Beaufort. Auf der letzten Kabellänge dann Segel Bergen und Fender raus. Die Stege sind nur wenig belegt und ich mache zügig an einem Finger fest. Dann Landstrom, den ich bin durchfroren und tropfnass. Vier Stunden segeln und vier Stunden Regen!

Unter Deck wird alles trocken und warm, während sich draussen heftige Gewitter ankündigen!

Warum tun wir uns das nur an? Weil wir es können! 😀

Segeln!

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